24. März 2010
Jodpur, Pushkar, Delhi 16.3-29.3.2010
Da wir einen Zwischenstopp einlegen wollten, entschieden wir uns doch noch in Jodpur einen Halt zu machen und blieben dort einen Tag. Eigentlich wollten wir das imposante Fort besuchen, doch der Preis war unverschaemt hoch fuer Touristen, 20 mal hoeher als fuer Inder. Da beschlossen wir dies sein zu lassen, wir haben ja schon 2 Forts gesehen.

Dann schlenderten wir noch ein bischen herum im Wirrwarr von Jodpur und genossen am Markt beim „Clocktower“ eines der besten Lassies, das wir bisher hatten.






Ein weiterer Tag in Indien gieng zu neige. Tags darauf fuhren wir auch schon weiter nach Pushkar.
Dies ist ein herziger und religioeser Ort. Viele Saddhus pilgern hierher und auch viele groessere Gruppen von Inder finden den Weg nach Pushkar. Hier baden sie im Wasserbecken, beten dabei und schreiten danach zum einzigen Brahmatempel in Indien um auch dort zu beten.

Eigentlich wuerden diese Menschen ja gerne im See baden, doch dort wo er sich einst befand, befindet sich nun ein trostloses Loch. Der Grund fuer den leeren See war die Menge des Abfalls, der beseitigt werden musste.

Am einen Abend sahen wir bei einer Tanzvorstellung zu. Das war sehr schoen. Auch fuehrten einzelne kleine Kunststuecke vor, zum Beispiel ein Feuerspucker, der riesige Flammen ins Dunkel spieh. Auch ein Akrobat, der ein Fahrrad auf der Stirn balancierte. Als er ein Glas nahm, dieses in kleine Stuecke zersplitterte und diese dann allesamt hinunterschluckte, machten wir ganz schoen grosse Augen.


Was wir sonst noch so eine ganze Woche in Pushkar treiben? Wir stoebern ein bischen in den Laeden rum, denn bald schon gehts nach Hause und wir wollen noch die Luecken in unserem Gepaeck fuellen.



Wir spazieren sonst ein bischen durch die Strassen, lesen und denken viel daran, was uns denn zu Hause erwarten wird. Wir sind froh darueber, wieder einmal heimzukehren denn uns fehlt langsam ein festes zu Hause, wo wir uns richtig einnisten koennen. Im Kopf wissen wir in etwa, was uns erwarten wird, doch was das Gefuehl anbelangt plagt uns auch ein wenig die Unsicherheit. Wir haben uns teilweise an die asiatische Lebensweise angepasst, wo sich das Leben draussen abspielt, wo immer viele Menschen um einen sind und oft Offenheit herrscht. So Gegensaetzlich ist es in der Schweiz, wo die Strassen oft leer, die Menschen eher verschlossen sind und eine andere Art von Armut herrscht.
Morgen geht es mit dem Zug nach Delhi, wo wir noch 3 Tage verbringen bis unser Flug nach Zuerich abhebt……
See you soon!
23. März 2010
Udaipur, Khuri, Jaisalmer 6.3.-15.3.2010
Unser naechster Stop in Rajastan war Udaipur. Hier sind die Leute sehr stolz darauf, dass der Film Octopussy mit James Bond, Agent 007, zum Teil hier gedreht wurde. In unserer Unterkunft zeigten sie diesen Film jeden Abend auf der Dachterasse.



Die Stimmung im Ort ist auch recht gemuetlich. Allgemein gefaellt es uns bis jetzt in Rajastan sehr gut. Alles ist orientalisch angehaucht und man kann den Einfluss von Pakistan fuehlen.
Uns gefallen auch die Havelis sehr gut! Eines konnte man besichtigen, dass noch recht identisch eingerichtet war. Man fuehlte sich gleich in eine andere Zeit versetzt.


Auch der Citypalace war beeindruckend. Er war so gross, dass wir aufpassen mussten um uns nicht zu verirren.



Wir machten hier auch einen Kochkurs, wo wit lernten, wie man Chai zubereitet und einThali. Mmmmm, das war gut, besser als in manchem Resaurant!

Wir trafen hier in Udaipur auch Dan und Beth wieder, die wir schon in Bundi kennengelernt hatten. Wir verbrachten einige Zeit mit ihnen. Am einen Tag hatte Dan Geburstag und wir wurden von den beiden zu einem megafeinen Abendessen eingeladen.

Leider hatten wir ausgerechnet an diesem Abend unseren Bus nach Jaisalmer und mussten den Abend vorzeitig abbrechen.
Die Nacht verbrachten wir im Bus, taten jedoch kaum ein Auge zu, denn zuerst war es extrem holperig und dann fuhr der Busfahrer in grauenvollem Tempo weiter.
In Jaisalmer angekommen wollten wir gleich weiter, in ein kleines Dorf in der Wueste. So bezogen wir in Khuri ein kleines Lehmhuettchen.


Schade nur, dass auch hier in allen Ecken gebaut wird und die traditonellen Hauser, den modernen Betonbunker weichen muessen.

Am Abend sahen wir uns auf den Duenen den Sonnenuntergang an.



Am naechsten Tag machten wir dann einen Ausflug auf Kamelen in die Wueste. Das war sehr schoen, so still, viele viele Sterne und richtig kuschelig draussen zu schlafen, begleitet vom steten Kauen des Kamels.





Dann verbrachten wir noch 2 Tage in Jaisalmer. Dies ist eine angenehme Wuestenstadt. Wie lange noch, das weiss man nicht, denn die Stadt scheint zum Zerfallen bedroht. Wie auf dem Land so wird auch hier gebaut was das Zeug haelt ausserdem scheint die Wasserversorgung ein grosses Problem darzustellen.




Goldene Stadt, so wird sie genannt, denn alles ist in warmem Sandton gehalten.
21. März 2010
Bundi 1.3-6.3.2010
Um 13.00 Uhr startete unsere Weiterreise. Zuerst mit dem Boot ueber den Fluss und dann mit der Rikscha zum Bahnhof. Wir fuhren mit dem Zug erstmal nach Guntakal wo wir am Bahnhof ein Thali assen. Um 19.30 Uhr fuhr der Direktzug nach Kota los. 30 Stunden Fahrt lagen vor uns. Unsere Nachbarn kamen uns zuerst etwas suspekt vor, auch weil der eine die ganze Zeit an seiner eingepackten Schnapsflasche nippelte. Es dauerte jedoch nicht lange, bis wir mit allen „Freundschaft“ geschlossen hatten. Am folgenden Tag war uns auf jeden Fall nie langweilig. Sogar aus den Nachbarwaggons kamen Leute um uns zu besuchen (was einem manchmal auch ganz schoen auf den Geist gehen kann). In der naechsten Nacht hatten wir nur bis 1.00 Uhr geschlafen, da wir um 2.00 Uhr in Kota ankamen. Diverse Einladungen von Mitreisenden, die uns anboten die Zeit bis zum ersten Zug nach Bundi bei ihnen zu verbringen, lehnten wir dankend ab. Wir warteten lieber am Bahnhof, bis um 6.30 Uhr der erste Zug fuhr.

Dann endlich nach einer Stunde erreichten wir Bundi.

Juhuuu. Wir fanden auch eine sehr gemuetliche Unterkunft im Hinterhof eines Havelis (private Haeuser, meistens mit Innenhof).
Obwohl wir sehr muede waren, ueberwanden wir uns, zogen unsere schlechtesten Kleider an und wagten uns hinaus auf die Strasse. An diesem Tag war Holi Festival, wo man sich gegenseitig mit Farbpulver bewarf und einrieb, und dies wollten wir auf keinen Fall verpassen. Doch schon nach kuerzester Zeit sahen wir aus, wie bunte Papageien und wir fluechteten und verkrochen uns fuer den Rest des Tages im Hotel.




Die darauf flolgenden Tage spazierten wir durch die blauen Gassen und bewunderten die schoenen Eingaenge.


Hier in Bundi sind die Leute auch sehr freundlich und gar nicht aufdringlich, so machte es auch Spass, mit ihnen zu plaudern.



Imposant waren auch die Ruinen des alten Forts hoch oben auf dem Huegel……


…..oder die Besichtigung des alten Palastes.


Fuer uns der Koenig der Strassenstaende. Seine Spezialitaet: Frittierte Kartoffelbaellchen mit Massala Sauce und einem Loeffel Gemuese-Quark.

20. März 2010
Hampi 19.2-27.2.2010
Wir fuhren mit dem Zug weiter nach Hampi.Wir fanden eine herzige Unterkunft, mit perfektem Blick auf die Reisfelder und skurrile Steinformationen.


Nur einen kurzen Spaziergang waren wir vom Fluss entfernt, wo es auch moeglich war zu baden.



Die Zeit hier verbrachen wir mit Erkundungen in der naeheren Umgebung. Dies war jedoch nur frueh Morgens und am spaeteren Nachmittag moeglich, denn zwischen 10.00 Uhr und 16.00 Uhr wurde es unertraeglich heiss, wie in einer Sauna. In der Zeit zwischen den Steinen rumzulaufen, wo es keinen Schatten hatte, war unvorstellbar.
Es gab jedoch viel zu entdecken, kleine Doerfchen in der Naehe, Huegel mit Tempeln, einen See….






An einem Morgen machten wir einen Ausflug zum Doerfchen Agundi. Nach einem laengeren Spaziergang erreichten wir die Stelle, wo wir eine Bruecke erwartet hatten. Nur leider, so erfuhren wir, hatte diese Bruecke etwa 2-3 Jahre ueberstanden (der Bau hatte laenger gedauert). Ein grosser Lastwagen mit vielen Leuten hintendrauf, sei ueber die Bruecke gefahren, was diese nicht aushielt und zusammenkrachte. So wurden wir dann in Koerbchen ueber den Fluss geschippert.




Der Ausflug zum Hanumantempel hatte auch sehr Spass gemacht. Vorallem, weil es dort so viele Affen hatte. Es waren sehr liebe Affen (was nicht immer der Fall ist). Diese waren recht neugierig und waren ganz fasziniert von der Linse der Kamera, in der sie sich spiegelten. Nur der „Saddhu“, der mit Steinen nach den Affen warf (und dies nicht nur um sein Haus zu verteidigen), nervte uns etwas.


Als naechstes liegt eine laaaaaange Zugreise vor uns……
7. März 2010
Panaji, Anjuna 12.2-19.2.2010
In halsbrecherischem Tempo fuhren wir mit verschiedenen Bussen nach Panaji, eine kleine Stadt in Goa.
Wir schlenderten duch das ehemalige Portugiesenviertel und erkundeten auch den Rest der Stadt.




Statt auf Tempel und Moscheen, trifft man hier auf viele Kirchen, denn Goa ist stark christlich gepraegt.

Per Zufall, wir konnten es kaum glauben, trafen wir genau die richtige Zeit, in der hier der Karneval stattfand. Dass es hier so etwas wie ein Fasnachtsumzug gibt, damit hatten wir nicht gerechnet. Was uns noch mehr ins Staunen versetzte, war, dass eine Guggenmusik aus Zuerich vorausmarschierte. Ansonsten toente laute, sehr sehr laute Musik aus den bunt gestalteten Wagen.




Da jeder mitmachen konnte, wer auch nur das Kleinste beizutragen hatte, zog sich das Ganze etwas in die Laenge. So verliessen wir vorzeitig das Spektakel, was wegen der Menschenmenge nicht einfach war. Nachdem sich dann das Verkehrschaos gelegt hatte, kehrte in der Stadt wieder Ruhe ein.
Dann giengs weiter nach Anjuna. In diesem Ort am Strand, gefiel es uns nicht so gut. Ganz anders als am gemuetlichen Kudle Beach, hat es hier vermehrt Touristen, die die Indische Kultur nicht respektieren.



Auch faehrt hier jeder mit einem Motorrad durch die schmalen Strassen. Der Hauptgrund fuer uns hieher zu kommen, war jedoch ein Besuch von Nicoles Goetti, der ganz in der Nahe mit seiner Frau ein Moebelgeschaeft fuehrt.
www.soto-art.com
Wir besuchten sie in ihrem Geschaeft, und bestaunten ihre Kreationen. Anschliessend gingen wir gemeinsam in einem sehr guten italienischem Restaurant essen. Mmmmmhh, nach so einem Salat hatten wir uns schon lange gesehnt!
17. Februar 2010
Amritapuri, Cochin, Gokarna 29.1-12.2.2010
In Amritapuri gingen wir in Ammas Ashram. Das Areal war recht gross und es dauerte eine Weile bis wir uns einigermassen zurechtfanden.


Wir blieben dort ein paar Tage und kamen auch in den Genuss von Ammas Umarmung. An einem Morgen sassen wir gemuetlich beim Fruehstueck. Rebby hielt ganz locker ihr Buttertoast in der Hand, doch auf einmal, schwupdiwups, war das Brot weg. Ein Seeadler flog geschickt zwischen uns hindurch, und schnappte sich das Brot. Wie wir erfuhren, war es nicht das erste Mal, dieser Seeadler hat sich auf Eier, Kaese und Toast spezialisiert.
Mit dem Bus fuhren wir weiter nach Cochin, dort fanden wir ein Hotel nahe der Faehranlegestelle. So konnten wir am naechsten Morgen ganz einfach die Faehre nehmen um Fort Cochin zu besuchen. Auf dieser Insel, ca. 1 km vom Festland entfernt, wurde schon vor Jahrhunderten von Potugiesen, Hollaender und Briten reger Handel betrieben. Noch heute werden an jeder Ecke Gewuerze verkauft.

Am Abend sassen wir an der Uferpromenade und beobachteten die Fischer, wie sie die Netze ins Wasser liessen und wieder einholten. Nach kuzem Zuschauen luden sie uns zum Mithelfen ein, das war lustig. Das Prinzip, mit Netzen und Steinen als Gegengewichte, wurde im 15 Jh. von den Chinesen eingefuehrt.



Mit dem Nachtzug fuhren wir nach Karvar. Mit Rikscha und Bus giengs weiter, bis wir endlich, hungrig und erschoepft in Gokarna ankamen. Nachdem wir erstmal etwas gegessen hatten, machten wir uns gestaerkt, zu Fuss auf den Weg zum Kudle Beach, der nochmals etwa 30 Minuten (mit Gepaeck) entfernt lag. Dann erreichten wir das kleine Paradies am Meer und fanden auch sogleich ein huebsches Srohhuettchen als Unterkunft.



Wir genossen die Zeit hier sehr, sassen oft am Strand und sahen den Akrobaten beim Ueben zu.

Sogar Strandkunst konnte man zuweilen betrachten, jedoch nur solange, bis das Meer die Kreationen verschluckte.

Wir besuchten auch das herzige Doerfchen Gokarna, wo rege Vorbereitungen getroffen wurden fuer das bevorstehende Shivaratrifestival. Das Staedchen hat viel Charme.





3. Februar 2010
Kodaikanal, Varkala 17.1-29.1.2010
Um der Hitze des Tieflandes zu entfliehen, suchten wir uns als naechstes Ziel die „hillstation“ Kodaikanal aus. Hier fuehlten wir uns gleich viel wohler, denn die Luft ist sauberer, es ist gruener und hat weniger Laerm.



Zudem tat uns die kuehlere Temperatur gut, ausser in der Nacht, da frohren wir schon fast. Kodaikanal selbst, war nicht besonders schoen, doch die Umgebung um das Dorf hatte ihre Reize.




Wir genossen es, laengere Spaziergaenge zu unternehmen und wieder mal in der Natur zu sein. Die Stimmung im morgendlichen Nebel war mystisch (und hat uns an Zuhause erinnert).



Auch froehnten wir hier dem Suessen, denn dieser Ort ist bekannt fuer seine Schokolade, die wirklich nicht schlecht war. Mit dem Essen im allgemeinen war es manchmal nicht so einfach. Die Restaurants oeffneten fruehestens um 9.30 Uhr, und abends um 21.00 Uhr schlossen die Tueren wieder. Da musste man seinen Ausflug gut planen.
Nach einigen Tagen in der Kaelte, zog es uns wieder weiter nach Varkala. Die meisten Touristen gehen an den 2 km weitergelegenen Strand. Ueber diesem ragen Klippen in die Hoehe, auf denen sich auch die Unterkuenfte und Restaurants befanden.


Wir fanden ein huebsches, rundes Zimmerchen auf einer Dachterasse eines Familienhauses.

Hier war das Meer endlich einmal einladend, es zog sogar uns ins Wasser, um den hohen Wellen zu trotzen. Wer an diesem Strandabschnitt ein typisches Indien erwartet, ist hier fehl am Platz, alles ist auf westlichen Standard abgestimmt. Fuer uns war es aber in dem Moment das Richtige, es gab viel Auswahl an Essen, die Strassen und Fusspfade waren frei von Autos und man konnte wieder einmal in einem Restaurant sitzen und die Umgebung geniessen. In den ueblichen indischen Restaurants, laeuft es naemlich so, dass man die Rechnung noch waerend des Essens kriegt, so dass man danach sofort bezahlen kann, um neuen Gaesten wieder Platz zu machen.
In der Zeit die wir in Varkala verbrachten, fand im Dorf ein Fest statt, dessen Namen wir immer noch nicht wissen. Dieses begann mit einem Umzug aus Elefanten, Trommelspieler, Taenzer und als indische Goetter verkleideten Schauspielern. Am Ende fanden sich alle im Tempel ein. Dort wurde noch weiter geanzt, getrommelt und auch ein Feuerwerk fand statt, welchem jedoch nur wenig Beachtung geschenkt wurde. Am spaeteren Abend dann, sollten noch zwei Theater aufgefuehrt werden, die bis in die frueheren Morgenstunden dauern. Wir selbst genossen noch das Spektakel am Himmel und verliessen dann das Fest.







22. Januar 2010
Mamallapuram, Tiruvannamalai 3.1-17.1.2010
Am Bahnhof Kurda Rd verbrachten wir dann viel Zeit. Wir waren frueh dort und zudem hatte der Zug 2 Stunden Verspaetung. Dafuer beobachteten wir, wie die Obdachlosen ihre Betten zurechtmachten. Der Bahnhof ist ihr zu Hause.

Trotz der Verspaetung am Vortag, kamen wir am naechsten Tag in Chennai eine halbe Stunde frueher an. Hier uebernachteten wir, um am naechsten Tag gleich weiter nach Mamallapuram weiterzureisen. Obwohl es hier einen Ueberfluss an Laeden hatte, war hier die Atmosphaere gleich viel gemuetlicher. Dies lag vorallem auch daran, dass in den Nebenstrassen praktisch kein Verkehr herrschte und man nicht ein konstantes Hupen in den Ohren hatte.


Auch dieser Ort hat einen Strand, welcher jedoch auch nicht einladender ist als jener in Puri.

Dafuer gibt es hier schoene Tempel zu besichtigen. Das spezielle an ihnen ist, dass diese jeh aus einem einzigen Felsstueck gehauen wurden.




Die Bildhauerei hat hier eine starke Tradition. Noch heute sieht man an jeder Ecke jemanden am haemmern und meisseln. Fasziniert von der Schoenheit ihrer Kraetionen, liessen wir uns verfuehren, einen eintaegigen Bildhauerkurs zu machen. Das hatte sehr Spass gemacht.

Weiter fuehrte uns die Reise nach Tiruvannamalai.


Ueber dem Staedchen erhebt sich der heilige Berg Arunachal. Es handelt sich dabei eher um einen Huegel, den auch wir bis zur Haelfte erklommen.

Dort befanden sich die zwei Hoehlen Virupaksha und Skandasramam in denen Sri Ramana Maharashi lebte und meditierte. Viele Leute kommen vorallem nach Tiruvannamalai, um in den Ashrams hier zu meditieren oder spirituellen Veranstaltungen teilzuhaben. Auch wir nahmen zweimal an Moojis Satsang teil.
Ausserden besuchten wir den Arunachaleswar-Tempel. Darshan stand dort angeschrieben und aus Neugierde reihten auch wir uns in die Schlange aus Indern ein. Vor dem Tempeleingang erwaben wir Blaetter, Limetten und rotes Pulver. Langsam gieng es vorwaerts und als wir an einer steinernen Kuh vorbeikamen und etwas unbeholfen davorstanden, erklaerte uns einer der amusierten Inder, was wir zu tun hatten. Also schuetteten wir ihr das Pulver ueber den Kopf und Ruecken. Weiter giengs ins dunklere Innere des Tempels, wo wir aus einem Toepfchen weisses Pulver nahmen und uns einen Strich auf die Stirn malten. Um dann weiterzulaufen, an Ganesha, Krishna und Vishnu vorbei, und den Rest unserer Gaben dem Gott unserer Wahl schenkten.




11. Januar 2010
Puri 27.12.2009-3.1.2010
Mit dem Nachtzug fuhren wir nach Puri, wo wir um 8.00 Uhr morgens eintrafen. Es war schwierig ein preiswertes Zimmer zu finden. Da Ende Jahr fuer Inder und auslaendische Touristen eine beliebte Reisezeit ist, steigen die Preise teilweise um das dreifache. Ausserdem war es auch schwierig ein Zugticket zu bekommen , das uns weiter in den Sueden bringt. Fuer uns hiess das, dass wir eine Woche in Puri verbringen mussten, wo es uns nicht so besonder gefaellt.
Der Ort liegt am Meer, doch baden reizte uns hier gar nicht, vorallem, nachdem wir zwei Maenner beobachtet hatten, die schwatzend in knoecheltiefem Wasser standen und ins Meer kackten.
Beim spazieren am Strand bot sich uns eine fast schon skurrile Szenerie.




Fuer uns war ein Strandspaziergang meist alles andere als gemuetlich, denn wir waren kaum jeh mehr als zwei Minuten alleine. Seien es aufdringliche Perlenverkaufer, Bettler, Leute die uns fotografieren oder selbst fotografiert werden wollten, nie hatte man seine Ruhe.

Der Silvestertag stand bei uns nicht unter einem guten Stern. Und so sah er aus:
Am Morgen um sieben Uhr klopfte es an unsere Tuer. Ein Junge stand davor und wollte unser Zimmer wischen. Spaeter als wir uns auf den Weg zum Jagahnath-Tempel machten, verliefen wir uns. Nach dem Weg zu fragen nuetzte auch nicht viel, wie wir merkten, nachdem wir 3 mal dieselbe Strasse auf und ab geschickt wurden.


Schlussendlich fanden wir ihn dann doch noch. Unsere Energie war, durch das herumirren in den Strassen schon ziemlich aufgebraucht so blieben wir nich laenger und liessen uns von einer Rikscha zurueckbringen. Zum Abendessen wollten wir uns einmal etwas spezielles goennen und wir bestellten beide Riesencrevetten. Leider schmeckten diese trocken und mehlig. Um keine weiteren Risiken mehr einzugehen im alten Jahr, beschlossen wir frueh schlafen zu gehen. Als wir uns dann auf unserem harten Bett niederliessen, glaubten wir unseren Ohren nicht zu trauen, eine Gruppe von 8 Jugendlichen, veranstaltete im Hof hinter unserem Hotel eine kleine Party mit riesengrossen Lautsprechern. Die indische Technomusik hielt uns bis drei Uhr morgens wach und strapazierte unsere Geduld und Nerven aufs auesserste………..HAPPY NEW YEAR

Einen Tagesausflug machten wir nach Konark, wo wir den Sonnentempel aus dem 13. Jhd. besuchten. Das spezielle an diesem Tempel ist, dass auf den Sockeln und Mauern viele erotische Szenen dargestellt sind.



2. Januar 2010
Kalkutta 20.12-27.12.2009
Der Flug nach Kalkutta ist zwar gut gelaufen, doch die Landung war alles andere als sanft. Zum Glueck bekam der Pilot die Maschiene noch unter Kontrolle.
Und da waren wir wieder, in Indien.
Wir klapperten ein paar Budgetunterkuenfte ab und mussten feststellen, dass wir wohl auf ein sauberes Bettlaken verzichten muessen. Wir fanden aber ein sehr gemuetliches Zimmer auf einer Terasse mit einfachen Badezimmer, Klo (links) Dusche (rechts).

Schnell fuehlten wir uns hier zu Hause. Dies lag aber auch daran, dass wir hier in Kalkutta recht schnell mit vielen guten Leuten Bekanntschaft schliessen konnten. Und wir trafen sogar 2 Schweizer, einer von ihnen aus Solothurn. Mit ihnen und ein paar anderen gingen wir am Weihnachtsabend essen.

Kalkutta ist eine grosse Stadt, ca. 20 Millionen Einwohner leben hier. Davon haben etwa die Haelfte ihr zu Hause auf der Strasse, in Zelten am Strassenrand oder in Baracken.



Ueber unseren Aufenthalt gaebe es mehrere kleine Geschichten zu erzaehlen, hier nur mal eine davon: Wir machten uns auf den Weg ein Restaurant zu suchen. Unterwegs wurden wir angesprochen von einem aelteren Inder, der uns dann auch fragte, was wir vorhatten. Er meinte dann uns ein gutes Restaurant vorschlagen zu koennen und fuehrte uns dorthin. Wir waren einverstanden mit seiner Wahl und assen dort, gemeinsam mit dem Inder, der sich ein kleines Dessert bestellte. Selbstverstaendlich, dass wir sein Essen bezahlen, fragt er, mit schuechterner Stimme und eingezogenem Kopf: “Kann ich bitte noch ein zweites Dessert haben?” Klar kann er. Der altere Herr war so nett, und gab dem Koch, wohlgemerkt aus unserer Tasche, noch ein kleines Trinkgeld.
Es machte Spass, die vielseitige Stadt zu erkunden, es gibt so viel zu entdecken.






In dieser lauten und ueberfuellten Stadt kam uns der Besuch des Parkstreet Friedhofes gelegen. Wir genossen die Ruhe dort und kamen uns fast ein bischen versetzt in einen Vampirfilm vor.

Wir besuchten auch den Bluemenmarkt und andere Maerkte.



